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USA: Ende des Drogenkriegs PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pocketbong   
Donnerstag, 12. Oktober 2006 um 11:00 Uhr
Gil Kerlikowske, der neue Leiter des Büros für nationale Drogenpolitik des Weißen Hauses, erklärte, dass die USA sich selbst nicht in der Bekämpfung eines "Kriegs gegen Drogen" sehen sollten. Er stellte die Verwendung des populären Begriffs "Krieg" in Frage, und erklärte, dass diese Idee einer positiven Bewegung hinsichtlich der Drogenprobleme des Landes tatsächlich im Weg stünde. "Unabhängig wie man es den Menschen zu erklären versucht, dass es ein "Krieg gegen die Drogen" oder ein "Krieg gegen ein Produkt" sei, die Menschen betrachten es als einen Krieg gegen sie selbst", erklärte Kerlikowske am 13. Mai. (Quelle: UPI vom 14. Mai 2009)
Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 20. September 2009 um 19:50 Uhr
 
Obama wird nach der Hanflegalisierung gefragt PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pocketbong   
Dienstag, 23. Juni 2009 um 14:50 Uhr

Am 27.3.2009 wurde ein Liveinternetchat mit Obama im Stadthaus geführt. Bei diesem sollte er wieder die dringensten Fragen beantworten. Die Fragen konnten vorher per Internet eingebracht und abgestimmt werden. Es haben über 100.000 Personen in den USA Fragen gestellt, und nach 3.6 Millionen Abstimmungen kam wieder ein Thema hoch: Die Frage nach der Cannabislegalisierung. Der Frageneinsender ist der Meinung, damit die Wirtschaft wieder ankurbeln zu können. Obama verneinte die Frage.

Der San Francisco Chronicle behandelte auch am 18. Mai 2008 das Thema Barack Obama und die Frage zu Cannabis als Medizin.

Anscheinend ist Obama zunehmend ein Unterstützer der Cannabis-als-Medizin Bewegung. Er äusserte sich positiv in dieser Sache in mehreren Interviews.

Das größte Problem der Personen, die schon auf bundesstaatlicher Ebene ihr Medikament selbst anbauen dürfen, ist dass sie oft von der DEA, der Drogenbehörde der USA, verfolgt werden. Diese operiert überstaatlich und muss sich nicht an bundesstaatliche Gesetze - wie in diesem Fall dem legalen Cannabisanbau zu medizinischen Zwecken - halten.

McCain dagegen hat sich bei mehreren Befragungen zu diesem Thema kein gutes Bild gemacht. Er habe sich vor- und zurückbewegt und sei schliesslich zu dem Schluss gekommen, die Verfolgung zu befürworten und somit auch das Vorgehen der Bush-Regierung.

 
USA: Rhode Island legalisiert den Verkauf von Cannabis für medizinische Zwecke PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pocketbong   
Montag, 18. Mai 2009 um 15:25 Uhr

Rhode Island wurde der dritte Staat der USA, der den Verkauf von Cannabis an chronisch Kranke mit einer Genehmigung zur medizinischen Verwendung der Droge erlaubt. Am 16. Juni überstimmten die Gesetzgeber ein Veto von Gouverneur Donald L. Carcieri. Das neue Gesetz erlaubt bis zu drei nicht profitorientierten Verkaufsstellen, Cannabis an Patienten, die beim staatlichen Gesundheitsministerium registriert sind, abzugeben.

Die Droge bleibt nach dem Bundesgesetz illegal, aber die Administration von Präsident Barack Obama hat erklärt, dass sie keine Verkaufsstellen behelligen werde, die sich an die staatlichen Gesetze halten. Rhode Island begann 2006 damit, chronisch kranken Patienten, den Besitz von Cannabis zu erlauben, schuf jedoch nie legale Möglichkeiten, die Droge zu kaufen. Kalifornien und Neumexiko sind die beiden anderen Staaten, die den Verkauf von Cannabis für medizinische Zwecke erlauben. Insgesamt gibt es 13 US-Staaten, in denen die medizinische Verwendung von Cannabis erlaubt es. Carcieri legte am 12. Juni sein Veto gegen identische Gesetzesvorlagen des Repräsentantenhauses und des Senats ein und erklärte, der Verkauf von medizinischem Cannabis würde die Verwendung für nicht medizinische Zwecke erhöhen und Kinder schädigen.

Mehr unter:
- www.upi.com/Top_News/2009/06/17/RI-legalizes-sale-of-medicinal-pot/UPI-45651245275711/
R.I. legalizes sale of medicinal pot
- hosted.ap.org/dynamic/stories/U/US_MEDICAL_MARIJUANA_RHODE_ISLAND?SITE=FLTAM&SECTION=HOME&TEMPLATE=news_generic.htm

(Quellen: Associated Press vom 16. Juni 2009, UPI vom 17. Juni 2009)

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 23. Juni 2009 um 15:01 Uhr
 
Deutschland: Erste Patienten erhalten Cannabiskraut aus der Apotheke PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pocketbong   
Freitag, 20. Februar 2009 um 00:01 Uhr
Am 7. Februar hat die erste Patientin Cannabiskraut als Medikament aus der Apotheke erhalten. Bisher haben sieben Patienten vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine entsprechende Ausnahmegenehmigung erhalten und bekommen in diesen Tagen erstmals ihr Medikament, Cannabis aus den Niederlanden, das auch dort in Apotheken erhältlich ist. Das erklärte der Leiter der Bundesopiumstelle beim BfArM, Dr. Winfried Kleinert, in Bonn. Weitere 27 Patienten besitzen bisher eine Ausnahmegenehmigung zur Verwendung eines Cannabisextrakts, der aus diesem Cannabis hergestellt wird.

Die sieben Patienten leiden an chronischen Schmerzen, multipler Sklerose, Tourette-Syndrom und anderen schweren Erkrankungen. Die Kosten belaufen sich für die Betroffenen auf etwa 15 EURo pro Gramm Cannabis mit einem Dronabinol-Gehalt von 18 Prozent, etwa das Doppelte des Preises in niederländischen Apotheken. Das Antragsverfahren ist zur Zeit recht aufwändig, da die behandelnden Ärzte ein ausführliches Gutachten erstellen müssen, indem sie die Notwendigkeit einer Therapie mit Cannabis begründen. In einem aktuellen Gutachten von Dr. Lorenz Böllinger, Professor für Rechtswissenschaften an der Universität Bremen, und Dr. Harald Hans Körner, Oberstaatsanwalt aus Frankfurt und bekannter Kommentator des Betäubungsmittelgesetzes, weisen die Autoren darauf hin, dass das Antragsverfahren erleichtert werden sollte, um den Interessen der Patienten auf eine angemessene Linderung ihrer Leiden gerecht werden zu können.

Mehr unter:
www.aachener-zeitung.de/sixcms/detail.php?template=az_druckversion&id=809829&_wo=Lokales:Euregio

Das juristische Gutachten ist verfügbar unter:
www.cannabis-med.org/german/gutachten_boe-koe.pdf

(Quellen: persönliche Mitteilungen, Gutachten von Prof. Böllinger und Dr. Harald Hans Körner, dpa vom 14. Februar 2009

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 23. Juni 2009 um 15:10 Uhr
 
Wissenschaft: Aids-Patienten - Cannabis mindestens so wirksam Medikamente PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: pocketbong   
Mittwoch, 07. Juli 2004 um 10:54 Uhr

Forschung einer internationalen Gruppe von Wissenschaftlern ergab, dass Menschen, die mit HIV/Aids leben, die medizinische Verwendung von Cannabis als wirksamer als andere Medikamente bei der Behandlung einiger von sechs häufigen Symptomen, nämlich Angst, Depressionen, Abgeschlagenheit, Durchfall, Übelkeit und periphere Neuropathie (Nervenschmerzen), erleben. Für diese Studie wurden 775 Patienten aus den USA, Afrika und Puerto Rico interviewt. Die Verwendung von Cannabis wurde mit ärztlich verschriebenen und frei verkäuflichen Medikamente verglichen.

Die Teilnehmer wurden innerhalb eines Zeitraums von zwei Jahren befragt, und 27 Prozent erklärten, dass sie Cannabis für medizinische Zwecke verwendet hatten. Die Autoren schrieben, dass die Verwendung von Cannabis als "etwas wirksamer als Antidepressiva für Angst und Depressionen, als Imodium für Durchfall, als frei verkäufliche Medikamente für Abgeschlagenheit und als Antiepileptika und frei verkäufliche Medikamente für Neuropathie" beurteilt wurde, während Cannabis als "etwas weniger wirksam für Übelkeit als verschriebene oder frei verkäufliche Medikamente" beurteilt wurde. Sie folgerten, dass Cannabis "bei Konsumenten als mindestens so wirksam wie verschriebene Medikamente bei der Symptombewältigung wahrgenommen wird".

(Quelle: Corless IB, Lindgren T, Holzemer W, Robinson L, Moezzi S, Kirksey K, Coleman C, Tsai YF, Sanzero Eller L, Hamilton MJ, Sefcik EF, Canaval GE, Rivero Mendez M, Kemppainen JK, Bunch EH, Nicholas PK, Nokes KM, Dole P, Reynolds N. Marijuana Effectiveness as an HIV Self-Care Strategy. Clin Nurs Res 2009;18(2):172-93.)

 

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, 17. September 2009 um 14:25 Uhr
 
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